Das Verrophon

Verrophon, C. Hofinger / S. Reckert 1996


Das Verrophon ist eines der jüngsten Glasinstrumente. Röhren aus Hartglas, in der Senkrechten angeordnet, werden am verschmolzenen Oberrand mit dem nassen Finger angestrichen.

Die Tonhöhe wird nicht (wie in Glasharmonika oder Glasharfe) durch den Umfang, sondern durch die Länge der Gläser bestimmt - dem Prinzip der Orgel oder auch der Panflöte entsprechend. Somit sind die Radien aller Spielränder identisch; die Gläser können so eng angeordnet werden, daß nahezu alle auf der Glasharmonika möglichen Akkorde greifbar sind.

Der weiche, volle Klang des Verrophons ähnelt dem der Glasharmonika, das Instrument ist jedoch wegen seiner präziseren Tonansprache und größeren dynamischen Variationsbreite besonders für große Räume besser geeignet. Die gesamte klassische Literatur, insbesondere auch die Werke für Glasharmonika mit orchestraler Begleitung, kann auf dem Verrophon interpretiert werden.